Deutschland und seine Telekommunikations-Shops

Die Ergebnisse einer umfangreichen Studie zur Standortpolitik der Filialen deutscher Telekommunikationsanbieter liegen vor.

Die Telekommunikationsanbieter konsolidieren und bauen dennoch Ihre
Shopkonzepte aus M&L Mauer legt neueste Studie zu den Standortstrategien vor.

Die jüngste Konsolidierung im TK-Sektor, bei der die spanische Telefonica von der Telecom Italia den bundesweiten DSL Anbieter Hansenet kaufen wird, kam nicht überraschend. Der deutsche Telekommunikationsmarkt ist in Bewegung wie kaum eine andere Branche. Vor 10 Jahren lösten die Wachstumskurven der Mobilfunker noch wirtschaftliche Begeisterung aus und lockten immer mehr neue Provider auf den Markt. Heute ist dieser Bereich bereits wieder weitgehend konsolidiert. Jetzt steht diese Phase dem Festnetzmarkt bevor. Und was kommt danach? Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen werden als Triple-Play aus einer Anbieterhand bereits von den Kabelnetzbetreibern in den Markt gebracht und damit ist die nächste Entwicklungsstufe eingeleitet.

Die M&L Mauer Services GmbH aus Frankfurt analysiert seit Jahren den Markt mit seinen Standorten und zeigt in der jüngsten Studie die kurz- und langfristigen Trends auf:

Die eigenen Shops gelten bei den großen Anbietern der Telekommunikation als wesentliches Element der Absatzkanäle. Das stellt für die deutsche Ökonomie eine nicht unbedeutende volkswirtschaftliche Komponente dar, die so in der Öffentlichkeit wohl kaum wahrgenommen wird. Mehr als 6.000 gebrandete Ein-Marken-Outlets verkaufen ihre Produkte exklusiv und bis zu 20.000 weitere Fachhändler sind an die Distribution angeschlossen. Das klare Ergebnis der M&L Studie: Alle größeren Anbieter setzen auf eigene Shops, wobei zusätzlich immer mehr Partnerkonzepte entwickelt werden. Für das Jahr 2009 lassen sich grundsätzlich zwei Strategien erkennen. Optimierung oder Wachstum. Während die deutsche Telekom und Vodafone eher Relokationen und Bereinigungen durchführten, wuchs die Anzahl der E-Plus- und O2-Shops um 15% bzw. 30%. Aber auch Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland und Unitymedia eröffneten weitere Läden.

Der Ausbau der Telko-Shops wirkt auf den deutschen stationären Handel als positiver Trend. Denn im Einzelhandel wird in vielen Bereichen wegen der zunehmenden Onlinevermarktung geklagt. Laut HDE, dem Hauptverband des deutschen Einzelhandels, sind bestimmte Segmente sogar in Gefahr, gänzlich vom Internethandel abgelöst zu werden. In der Telekommunikationsbranche jedoch scheint die Beratung vor Ort von den Kunden honoriert zu werden und auch internationale Konzerne investieren in deutsche Standorte und Arbeitsplätze.